| Teppichbodenbeläge sind entsprechend ihrer
Strapazierfähigkeit in Beanspruchungsgruppen eingeteilt. Die meisten Hersteller versehen
ihre Produkte mit Hinweisen oder Symbolen, die nicht nur Aufschluss über die Art
der Nutzschicht und Eignungsbereiche geben, sondern auch eine Aussage über die zu
erwartende Lebensdauer machen. Der Handel bietet die
unterschiedlichsten Oberflächenstrukturen an. Teppichböden mit langer Schlinge, etwa
wollenen Berber, bieten mit ihren rustikalen, kräftigen Noppen einen sehr hohen
Gehkomfort. Auf Belägen aus Ziegenhaar und Wolle läuft es sich sehr angenehm.
Flachgewebte Teppiche aus Wolle besitzen zwar eine ausgeprägte Struktur aber einen
geringen Gehkomfort. Am meisten verbreitet sind Veloursteppichböden mit kurzem,
dichtem Flor und einer glatten Oberfläche. In der Regel besteht ihr Material aus
starpazierfähigen, synthetischen Fasern. Die Hoch-Tief-Struktur- Teppichböden haben eine
ausgeprägte Reliefstruktur, die durch die geschnittenen und ungeschnittenen Schlingen
entsteht. Dagegen muss ein Flor mit langen, groben Noppen regelmäßig mit einer
Teppichbürste behandelt werden. Diese Material ist weniger strapazierfähig, verleiht
aber beispielsweise einem Schlafzimmer einen luxuriösen Touch. Bei verdrilltem Flor ist
das Garn so gezwirnt, dass die Noppen in unterschiedlichen Richtungen liegen, dadurch sind
sowohl Fußabdrücke als auch Schatten unsichtbar.
Welche Struktur auch gewählt wird, es ist ratsam sich für
einen Teppichboden mit dichtem Flor zu entscheiden. Denn je größer die Noppenzahl pro qm
ist, desto strapazierfähiger ist der Teppich
Nicht nur die Oberfläche ist beim Kauf entscheidend,
sondern auch der Teppichrücken muss bezüglich seiner Eigenschaften mit einbezogen
werden. Rücken aus Schaum verbessern zwar den Gehkomfort und dämmen den Trittschall,
sind dagegen aber nicht für Möbel- und Stuhlrollen geeignet. Rollenfest sind Beläge mit
textilem Zweitrücken, die allerdings fest verklebt oder verspannt werden sollen. Da Jute
einläuft, dürfen Materialien mit einem Juterücken niemals mit wasserlöslichen Klebern
verlegt werden. Ebenso werden Beläge fest verspannt oder verklebt, deren Rücken aus
Synthetikfasern besteht.
Ein weiteres Kriterium ist die Größe. Meist empfiehlt es
sich die Verwendung möglichst breiter Rollen, damit Zahl und Länge der Nähte auf ein
Minimum beschränkt bleibt. In der Regel beträgt die größte Rollenbreite 4 bis 5 m.
Es empfiehlt sich beim Kauf eines Teppichbodens den Rat
eines fachlich kompetenten Raumausstatters einzuholen.
Von der Europäischen Teppichgemeinschaft wurde ein Siegel eingeführt, dass auf der
Teppichrückseite angebracht ist. Dieses Siegel hilft dem Verbraucher sich über die
Eigenschaften des Bodenbelags zu informieren.
Tipp
Auslegware, die nicht mit dieser Kennzeichnung versehen
ist, sollte -auch wenn der Preis noch so günstig- nicht gekauft werden. |
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