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Grundkurs
Arbeiten mit dem Stechbeitel

 

ABB. 1
Der vielseitig verwendbare Stechbeitel wird zum Aushauen von Vertiefungen im Holz, von Zapfenlöchern, zum Einlassen von Beschlägen, zum Ausstemmen von Zinken, Schwalbenschwänzen und Gratnuten eingesetzt. Die rundum gefaste Klinge ermöglicht auch ein Ausstemmen an schwer zugänglichen Stellen.
 
Vor dem Ausstemmen ist das Werkstück fest auf der Werkbank zu fixieren.
Das markierte Zapfenloch ist anschließend beidseitig quer zur Faser einzuschneiden, um ein reißen oder Ausbrechen des Materials zu verhindern. Die Stechbeitelklinge fast senkrecht mit der Fase nach unten auf die Markierung setzen und mit einem vorsichtigen Schlag des Klüpfels in das Holz treiben.
In den markierten Ausschnitt weitere tiefe Einschnitte schlagen.
Nachdem die Fasern quer durchtrennt sind, kann der Verschnitt längs zur Faser ausgestochen werden, ohne dass das Holz reißt.
Hat das Zapfenloch die erforderliche Tiefe erreicht, dann sind die Enden mit einigen scharfen Schnitten sauber abszustechen.
Für die Brüstung einer Überblattung wird der Beitel mit einer Hand senkrecht gehalten, vorgetrieben und bewegt, und dabei mit der anderen Hand gestützt und ausgerichtet
Die Sohle der Überblattung wird quer zur Faser mit dem Beitel geglättet.
Die Klinge ist so flach wie möglich aufzusetzen. Sie soll über die Oberfläche gleiten und mit jedem Zug nur wenig Material abtragen. Dabei ist mit der einen Hand die Kraft zu übertragen, und mit der anderen Hand der Beitel zu steuern.

 

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