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Handwerk
Fliesen verfugen

www.villeroy-boch.com
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Dies ist der letzte Schritt beim Verlegen von Fliesen. Dabei werden die Hohlräume zwischen den Fliesen abgedichtet. Dieser Vorgang ist auch durchzuführen, wenn kaputte Fliesen ersetzt werden sollen oder alte Fugen nachzuarbeiten sind.
Benötigt werden:


Fugenmörtel, sauberer Baueimer, Bohrmaschine mit Rührvorsatz, kleine Kelle, Fugengummi, Gummiwischer, Schwamm, Eimer, weicher Lappen.



Um die Fliesen zu verfugen, muss nach dem Verlegen der Kleber oder Mörtel für etwa 2 - 4 Tage abbinden. Bei Wandfliesen dauert dies etwa 2 Tage und bei Bodenfliesen 2 - 3 Tage.
  • Nach dem Verlegen, besser schon während der Verlegearbeiten, und vor dem Hartwerden des Mörtels sind die Klebe- oder Mörtelreste von den Fliesen und aus den Fugen zu entfernen. Die Fugen müssen staubfrei, sauber und gleichmäßig tief sein, und sind bei Bedarf mit einem entsprechend zugeschnittenen Holzstäbchen auszukratzen. Stark saugende Fliesenbeläge werden nach der Reinigung leicht genässt, damit der Fugenmörtel nicht zu schnell antrocknet.
  • Der Fugenmörtel ist wie der Fliesenkleber, als gebrauchsfertige Trockenmischung in verschiedenen Farbtönen im Handel, und wird nach Herstellerangaben nur noch mit Wasser angemischt.  Werden allerdings besonders hohe Ansprüche an die Wasserdichtheit gestellt, dann sind Fugenkitte auf Epoxydharzbasis zu verwenden.

 

  • Der angemachte Fugenmörtel wird mit dem Gummispachtel in kleinen Mengen auf die Fliesenfläche aufgetragen und in diagonalen Bewegungen kreuz und quer in die Fugen eingearbeitet.

fliesen verfugen

 
  • Alle Hohlräume müssen gut gefüllt und die Raumecken besonders sorgfältig bearbeitet werden.
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  • Beim Restaurieren von antiken Fliesenbelägen ist bezüglich der Originalität auf extrem schmale Fugenabstände zu achten.



  • Bei anderen Flächen kann, um einen bündigen Abschluß zu erhalten, mit einem Holzstab die Fuge geglättet und der Mörtel leicht eingedrückt werden.
  • Überschüssiges Material wird zuletzt, ebenfalls diagonal zu den Fliesen, mit dem gleichen Werkzeug abgenommen. Eine diagonale Bearbeitung ist deswegen erforderlich,  weil man sonst leicht mit der Kante in einer Fuge hängen bleibt und diese dadurch vertieft.
  • Beim Abwaschen der Fliesen ist der richtige Zeitpunkt abzupassen.
    Mit der Reinigung ist zu beginnen, wenn der Fugelmörtel sich noch leicht von der Fliesenoberfläche entfernen lässt aber in den Fugen schon steif geworden ist, so dass er nicht mehr ausgewaschen werden kann.

fliesen verfugen

 
  • Mit einem feuchten Schwamm, der immer wieder in reichlich Wasser ausgespült werden muss, werden unter leichtem Druck die Mörtelreste entfent.
  • Danach den Mörtel vollständig austrocknen lassen.
  • Mit einem sauberen weichen Lappen  nachwischen, die letzten Rückstände entfernen und die Fliesen polieren. Hartnäckige Zementschleier sind mit einem speziellen Zementschleier-Löser zu entfernen.
  • Bei unglasierten Steinzeugfliesen mit relativ rauher Oberfläche wird die Reinigung unmittelbar nach dem Verfugen mit einem Spezialmittel vorgenommen. Dieser Arbeitsvorgang muss eventuell nach dem Trocknen der Fugen nochmals getätigt werden.
  • Bei der Verarbeitung von farbigen Fugenfüller ist darauf zu achten, dass in einer zusammenhängenden Fläche immer die gleiche Konsistenz verarbeitet wird. Denn unterschiedliche Mischungen zeigen schnell unterschiedliche Färbungen auf.

Sämtliche Dehnungsfugen und Anschlüsse der Fliesen zu anderen Materialien mit anderen Dehnungseigenschaften (Holz, Kunststoff, Metall usw.) müssen mit dauerelastischer Dichtungsmasse ausgeführt werden.

 

  Fliesen

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