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| Handwerk |
Fliesen verfugen
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Dies ist der letzte Schritt beim Verlegen von
Fliesen. Dabei werden die Hohlräume zwischen den Fliesen abgedichtet. Dieser Vorgang ist
auch durchzuführen, wenn kaputte Fliesen ersetzt werden sollen oder alte Fugen
nachzuarbeiten sind. |
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| Benötigt werden:
Fugenmörtel, sauberer Baueimer, Bohrmaschine mit Rührvorsatz, kleine Kelle, Fugengummi,
Gummiwischer, Schwamm, Eimer, weicher Lappen.
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Um die Fliesen zu verfugen, muss nach dem Verlegen der Kleber oder Mörtel für etwa 2 - 4
Tage abbinden. Bei Wandfliesen dauert dies etwa 2 Tage und bei Bodenfliesen 2 - 3 Tage.
- Nach dem Verlegen, besser schon während der
Verlegearbeiten, und vor dem Hartwerden des Mörtels sind die Klebe- oder Mörtelreste von
den Fliesen und aus den Fugen zu entfernen. Die Fugen müssen staubfrei, sauber und
gleichmäßig tief sein, und sind bei Bedarf mit einem entsprechend zugeschnittenen
Holzstäbchen auszukratzen. Stark saugende Fliesenbeläge werden nach der Reinigung leicht
genässt, damit der Fugenmörtel nicht zu schnell antrocknet.
- Der Fugenmörtel ist wie der Fliesenkleber, als
gebrauchsfertige Trockenmischung in verschiedenen Farbtönen im Handel, und wird nach
Herstellerangaben nur noch mit Wasser angemischt. Werden allerdings besonders hohe
Ansprüche an die Wasserdichtheit gestellt, dann sind Fugenkitte auf Epoxydharzbasis zu
verwenden.
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- Der angemachte Fugenmörtel wird mit dem Gummispachtel in
kleinen Mengen auf die Fliesenfläche aufgetragen und in diagonalen Bewegungen kreuz und
quer in die Fugen eingearbeitet.
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- Alle Hohlräume müssen gut gefüllt und die Raumecken
besonders sorgfältig bearbeitet werden.
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- Beim Restaurieren von antiken Fliesenbelägen ist bezüglich
der Originalität auf extrem schmale Fugenabstände zu achten.
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- Bei anderen Flächen kann, um einen bündigen Abschluß zu
erhalten, mit einem Holzstab die Fuge geglättet und der Mörtel leicht eingedrückt
werden.
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- Überschüssiges Material wird zuletzt, ebenfalls diagonal
zu den Fliesen, mit dem gleichen Werkzeug abgenommen. Eine diagonale Bearbeitung ist
deswegen erforderlich, weil man sonst leicht mit der Kante in einer Fuge hängen
bleibt und diese dadurch vertieft.
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- Beim Abwaschen der Fliesen ist der richtige Zeitpunkt
abzupassen.
Mit der Reinigung ist zu beginnen, wenn der Fugelmörtel sich noch leicht von der
Fliesenoberfläche entfernen lässt aber in den Fugen schon steif geworden ist, so dass er
nicht mehr ausgewaschen werden kann.
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- Mit einem feuchten Schwamm, der immer wieder in reichlich
Wasser ausgespült werden muss, werden unter leichtem Druck die Mörtelreste entfent.
- Danach den Mörtel vollständig austrocknen lassen.
- Mit einem sauberen weichen Lappen nachwischen, die
letzten Rückstände entfernen und die Fliesen polieren. Hartnäckige Zementschleier sind
mit einem speziellen Zementschleier-Löser zu entfernen.
- Bei unglasierten Steinzeugfliesen mit relativ rauher
Oberfläche wird die Reinigung unmittelbar nach dem Verfugen mit einem Spezialmittel
vorgenommen. Dieser Arbeitsvorgang muss eventuell nach dem Trocknen der Fugen nochmals
getätigt werden.
- Bei der Verarbeitung von farbigen Fugenfüller ist darauf zu
achten, dass in einer zusammenhängenden Fläche immer die gleiche Konsistenz verarbeitet
wird. Denn unterschiedliche Mischungen zeigen schnell unterschiedliche Färbungen auf.
Sämtliche Dehnungsfugen und Anschlüsse der Fliesen zu
anderen Materialien mit anderen Dehnungseigenschaften (Holz, Kunststoff, Metall usw.)
müssen mit dauerelastischer Dichtungsmasse ausgeführt werden. |
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