| Handwerk |
| Papierprägetapete tapezieren |
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| Die Papierträgetapete besteht aus zwei Papierlagen, ist leicht überstreichbar
und wasserdampfdurchlässig. Dieser Tapetentyp lässt sich mit ein wenig Know-how leicht
selbst verarbeiten. Wichtig für ein optimales Tapezierergebnis ist eine feste,
saugfähige und glatte Wandoberfläche. |
Materialbedarf
- Tapeziertisch
- Zollstock
- Tapezierschere, -bürste, -quast
- Cuttermesser
- Eimer für Kleister / Kleistergerät
- Lot zum Ausrichten der ersten Bahn
- Schraubendreher zum Lösen der Steckdosen und Lichtschalter
- Zange zum Entfernen von Nägeln in der Wand
- Farbe und Werkzeuge zum Streichen
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| Vor dem Tapezieren müssen bei Lichtschaltern
und Steckdosen die Verkleidungen entfernt und zuvor die Stromzufuhr unterbrochen werden. |

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Die erste Bahn ist jeweils auf jeder Wand
immer neu auszuloten. |
| Wichtig ist, dass der Untergrund
trocken, saugfähig und glatt ist. Da es sich bei Papierträgetapeten um schwere Tapeten
handelt, erfordern sie auch einen Spezial-Kleister. |
| Dazu
wird ein Spezialkleister im Ansatz 1:20 + 20 % Dispersionskleber verwendet, der
entsprechend des Packungshinweises anzurühren ist. |

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| Beim Zuschneiden der Papierprägetapeten
sollten zur ausgemessenen Wandhöhe noch 10 cm zugegeben werden. Beim Einkleistern per
Hand die einzelnen Bahnen satt, aber gleichmäßig mit einem Quast bestreichen. |

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Drei
bis vier Bahnen von der Mitte zum Rand hin gleichmäßig einkleistern. |
| Wenn die eine Hälfte
eingekleistert ist, die oberste Bahne zur anderen Tischkante ziehen, so dass der Tisch
nicht mit eingestrichen wird. |
| Die im Handel angebotenen praktischen
Tisch-Kleistergeräte-Kombinationen sorgen für ein rationelles Einkleistern und
erleichtern die Arbeit. |

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| Dazu werden die Bahnen durch das
Gerät gezogen, dabei mit Kleister benetzt und anschließend abgeschnitten. |

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Anschließend die Bahnen im Verhältnis ein
Drittel zu zwei Drittel umschlagen, dabei Kante an Kante legen, damit die Ränder nicht
austrocknen. Schlaufen dabei nicht knicken. |
| Die Einweichzeit beträgt etwa 15
Minuten, so dass sich immer mehrere Bahnen vorbereiten und beiseite legen lassen. |
| Dabei sollte Durchzug unbedingt vermieden
werden, damit der Trocknungsvorgang nicht zu schnell vonstatten geht. |

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| Auch Papierträgetapeten werden
in Lichtrichtung -vom Fenster weg- tapeziert. Zunächst ist die erste Bahn exakt
lotgerecht zu markieren. Begonnen wird nach der Einweichzeit mit der zuerst
eingekleisterten Bahn. Sie ist am Lot so auszurichten und anzukleben, dass sie in der
Ecke, Decke und Fußboden jeweils etwa 5 cm übersteht. |

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Das Papier hierbei mit einer Tapezierbürste
oder -rolle von innen nach außen blasen- und faltenfrei andrücken. |
| Die folgenden Bahnen werden auf
Stoß, das heißt Bahn an Bahn geklebt. Die Nähte sind zusätzlich mit einem konischen
Nahtroller anzudrücken, damit sich diese durch schnelleres Trocknen später nicht
öffnen. |
| Den überstehenden Rest zur Decke mit dem
Scherenrücken markieren, entlang dieser Linie abschneiden und wieder fest andrücken. |

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| Auch unten im Bodenbereich die
Papierprägetapete mit dem Beschneidelineal gegen die Wand drücken und den Überstand
abschneiden. Aussparungen für Steckdosen oder Lichtschalter lassen sich übertapezieren
und später ausschneiden. |

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Außen- und Innenecken benötigen besondere
Aufmerksamkeit, sie werden nicht überlappend tapeziert. Die Bahn sollte ca. 3 cm über
die Wand hinausgehen. Der Überstand wird mit einem lang ausgezogenen scharfen
Cuttermesser, in einer sägenden Bewegung, sauber und vorsichtig entlang der Wand
abgeschnitten. |
| Bevor die Papierprägetapete an
Steckdosen und Schaltern entfernt wird sind diese zuerst auf Spannungsfreiheit zu
überprüfen. Erst dann die Anschlusskörper kreuzförmig einschneiden und die Tapete
ringsum entfernen. |
| Die Papierprägetapete erst mit hochwertiger
Dispersionsfarbe streichen, wenn sie völlig durchgetrocknet ist. Da mit einer Farbrolle
die Ecken schwer zugänglich sind, sollte sowohl dort als auch am Übergang zur Decke mit
einem 70er Heizkörperpinsel vorgestrichen werden. |

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Die restliche Fläche lässt sich
danach zügig mit einer Farbrolle nass in nass streichen. Dabei ist die Farbe erst in
leicht schrägen Bahnen über Kreuz, und abschließend in senkrechter Richtung in einander
leicht überlappenden Bahnen aufzutragen.
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Tapezieren |
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