| Handwerk |
| Raufaser tapezieren |
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Erfurt |
Leichte Unebenheiten fallen bei einer grob
strukturierten Raufasertapete weniger auf. |
| Vor dem Tapezieren müssen bei
Lichtschaltern und Steckdosen die Verkleidungen entfernt und zuvor die Stromzufuhr
unterbrochen werden.
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Die erste Bahn ist jeweils auf jeder Wand
immer neu auszuloten. |
| Da es sich bei Raufaser um eine
schwere Tapete handelt, sollte Spezial-Kleister oder Raufaser-Kleister nach den
Herstellerangaben ansetzen. |
| Den Kleister gemäß der Packungsbeilage
anrühren, wobei je nach Raufasersorte wird Tapeziergerätekleister mit einem Ansatz von
1:30 (6 Liter=200 g) oder Spezialkleister mit einem Ansatz von 1:20 (4 Liter=200 g)
verwendet. Das Pulver ist breit gestreut, durch Schütteln der Verpackung, in das Wasser
zu geben. |

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| Beim Zuschneiden der Raufaser sollten zur
ausgemessenen Wandhöhe 10 cm zugegeben werden. |

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Drei bis vier Bahnen von der Mitte zum
Rand hin satt, aber gleichmäßig einkleistern.
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| Wenn die eine Hälfte
eingekleister ist, dann die oberste Bahne zur anderen Tischkante ziehen, so dass der Tisch
nicht mit eingekleistert wird. |
| Die im Handel angebotenen praktischen
Tisch-Kleistergeräte-Kombinationen erleichtern die Arbeit. |

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| Dazu werden die Bahnen durch das
Gerät gezogen, dabei mit Kleister benetzt und anschließend abgeschnitten. |

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Anschließend die Bahnen im Verhältnis ein
Drittel zu zwei Drittel umschlagen, dabei Kante an Kante legen, damit die Ränder nicht
austrocknen. |
| Die Einweichzeit beträgt etwa 10
- 15 Minuten, so dass sich immer mehrere vorbereiten und beiseite legen lassen. |
| Dabei sollte Durchzug unbedingt vermieden
werden, damit der Trocknungsvorgang nicht zu schnell vonstatten geht. |

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| Auch Raufaser wird in
Lichtrichtung -vom Fenster weg- tapeziert. Zunächst ist die erste Bahn exakt lotgerecht
einzuzeichnen. Begonnen wird nach der Einweichzeit mit der zuerst eingekleisterten Bahn.
Sie ist am Lot so auszurichten und anzukleben, dass sie in der Ecke, Decke und
Fußboden jeweils etwa 5 cm übersteht. |

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Das Papier hierbei mit einer Tapezierbürste
oder -rolle von innen nach außen blasen- und faltenfrei andrücken. |
| Die folgenden Bahnen werden auf
Stoß, das heißt Bahn an Bahn geklebt. Die Nähte sind zusätzlich mit einem konischen
Nahtroller anzudrücken, damit sich diese durch schnelleres Trocknen später nicht
öffnen. |
| Den überstehenden Rest zur Decke mit dem
Scherenrücken markieren, entlang dieser Linie abschneiden und wieder fest andrücken. |

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| Auch unten im Bodenbereich die
Raufaserbahn mit dem Beschneidelineal gegen die Wand drücken und den Überstand
abschneiden. Aussparungen für Steckdosen oder Lichtschalter lassen sich übertapezieren
und später ausschneiden. |

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Außen- und Innenecken benötigen besondere
Aufmerksamkeit, sie werden nicht überlappend tapeziert. Der Überstand wird mit einem
lang ausgezogenen scharfen Cuttermesser, in einer sägenden Bewegung, sauber und
vorsichtig entlang der Wand abgeschnitten. |
| Bevor die Raufaser an Steckdosen
und Schaltern entfernt wird sind diese zuerst auf Spannungsfreiheit zu überprüfen. Erst
dann die Anschlusskörper kreuzförmig einschneiden und die Tapete ringsum entfernen. |
Die Raufaser erst streichen, wenn sie völlig
durchgetrocknet ist. Da die mit einer Farbrolle die Ecken schwer zugänglich sind, sollte
sowohl dort als auch am Übergang zur Decke mit einem 70er Heizkörperpinsel vorgestrichen
werden.
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Die restliche Fläche lässt sich
danach zügig mit einer Farbrolle nass in nass streichen. Dabei ist die Farbe erst in
leicht schrägen Bahnen über Kreuz und abschließend in senkrechter Richtung in einander
leicht überlappenden Bahnen aufzutragen.
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Tapezieren |
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