| Bei Sockelfliesen wird der Kleber nicht auf
der Wand, sondern direkt mit der Kelle auf der Unterseite der Fliese aufgetragen. Der
Fachausdruck für diese Technik lautet Buttering-Verfahren. Die Fliese wird an der Wand
angedrückt, wobei der eventuell austretende Kleber abzuwischen ist. Dabei richtet sich
der Fugenverlauf der Sockelfliese, bei rechtwinkliger Verlegung, an den Bodenfliesen aus. Um die in Serie gelieferten oder zugeschnittenen Sockelfliesen exakt
auszurichten und die Dehnungsfugen freizuhalten, werden kleine Kartonecken unter die
Stöße gelegt. Die Dehnungsfuge lässt sich aber auch mit Fugenkeile variieren, in dem
pro Sockelfliese zwei Keile unter die Fliese geschoben werden. Je weiter diese
eingeschoben werden, desto größer wird der Fugenabstand zwischen Bodenfliesen und
Unterkante der Sockelfliesen. Die Fuge ist später mit Fugenmörtel oder Silikon
abzudichten.
Da schmale Sockelfliesen nicht für alle Fliesensorten
angeboten werden, können diese leicht auch mit der Hauschiene zugeschnitten werden.
Die sichtbaren Schnittkanten lassen sich anschließend im passenden Farbton
lackieren. Sollte das halbe Fliesenformat als Sockelblende genügen, dann sind die Fliesen
so zu setzen, dass die glasierte Kante nach oben zeigt. |