| Bei Bambusparkett handelt es sich streng
genommen um keinen Holzfußboden, sondern um
ein schnell wachsendes Grasgewächs und natürlichen Rohstoff, der in kontrolliertem Plantagenanbau nach
forstwirtschaftlichen Kriterien geerntet wird. Das
tägliche Wachstum liegt zwischen 25 und 120 cm, so dass die Pflanze nach wenigen Monaten
ausgewachsen ist und das Rohr zu verholzen beginnt. Die Rohre werden nach etwa 4 - 5
Jahren -wenn der Stamm vollständig aushärtet ist- geschlagen und anschließend
vollständig verarbeitet. Die Rohre werden zu Längsstreifen aufgespalten, besäumt und danach
unter hohem Druck verleimt. Die einzelnen Parkettelemente bestehen somit aus vielen
zusammengefügten Lamellenstreifen. Die Gesamtstärke eines Parkettelements beträgt
15 mm und die Nutzschicht ist 5 mm dick, so dass auch ein mehrmaliges
Abschleifen möglich ist.
Hervorzuhebende Eigenschaften sind eine glatte,
verformungsfreie und extrem harte Oberfläche, die eine lange Lebensdauer des Parkett
garantiert und durch die sehr dichte Zellstruktur bedingt, ist nur mit äußerst geringen
Quell- und Schwindmaßen zu rechnen. Auch unter feuchter und warmer Umgebung kann sich
Bambusparkett nicht feststellbar verformen.
Bambus kann wie andere Parkettarten auch auf jeden Unterboden
geklebt, genagelt, geschraubt oder schwimmend verlegt werden. Allerdings empfiehlt sich bei einer Fußbodenheizung eine
vollflächige Verklebung, wozu auch der Untergrund entsprechend vorzubereiten ist. Diese
Arbeiten sollten jedoch von einer Fachfirma ausgeführt werden.
Bambusparkett hat naturbedingt eine zarte und weiche
Musterung. Das charakteristische Muster der Stämme mit den regelmäßigen Verdickungen
setzt sich auch in der Struktur des Fußbodens durch, wodurch sich Bambusparkett deutlich
von herkömmlichen Parkettböden abhebt. Die Oberfläche kann mit handelsüblichen
Siegellacken, Wachsen oder Ölen behandelt werden. Mit einer speziellen Lackbehandlung
erhält der Boden eine milde und sanfte Parkettfarbe. |
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