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Materialauswahl
Spanplatten

 
Spanplatten lassen vom natürlichen Faserverlauf des Holzes nichts mehr erkennen.
 
Spanplatten bestehen aus Holzspänen, die mit Kunstharzleimen unter hohem Druck und Wärme zu dichten Platten gepresst werden. Sie gibt es in vielen Qualitäten, unterschiedlichen Stärken mit Beschichtungen in Kunststoff oder Echtholzfurnieren und als unbehandelte rohe Platten.
Die Platten lassen sich sägen, fräsen, bohren, nageln, schleifen und spachteln. Die handelsüblichen Stärken reichen von 6 - 32 mm. Wasserfeste Nut- und Feder-Spanplatten dienen als Fußbodenplatten und können auch mit Fliesen beklebt werden.

Spanplatten haben den Vorteil, das beim Zuschneiden weniger Verschnitt anfällt als bei Vollholz. Nachteilig ist vor allem die geringe Querzugfestigkeit, weshalb Schrauben, die vom Rand in die Platten eingedreht werden, sehr leicht ausreißen. Ein Vollholzumleimer kann hierbei allerdings Abhilfe schaffen.

Für stehende Bauteile können Spanplatten unbedenklich verarbeitet werden. Dagegen kann es bei waagerecht verarbeiteten Platten, die stark belastet werden, zu Durchbiegungen kommen. Hier können vor- oder untergeleimte Leisten die Biegesteifigkeit verbessern.

Darüber hinaus wird im Handel eine kunstoffbeschichtete Spanplatte mit einer Stärke von 38 mm und einer Tiefe von 600 mm angeboten, die in der Regel nach laufenden Metern verkauft wird. Das vielseitige Material findet Verwendung als Arbeitsplatte in Küchen, Hauswirtschaftsräumen, Labors, Büros und Werkstätten.

 

Holzwerkstoffe

 

 

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