| Auf die Herstellung und Bearbeitung des Leders
wird hier nicht weiter eingegangen, das Interesse gilt der Weiterverarbeitung des fertigen
Leders. Das Schneiden von Leder hängt in der Regel
von der Materialstärke ab. Dünne Leder lassen sich mit der Schere trennen, dagegen
verlangen dickere Leder ein Leder- oder Allzweckmesser. Für alle Schneidearbeiten
empfiehlt sich eine klingenschonende, glatte Unterlage.
Zum Kleben empfehlen sich Kontakt- oder Spezialkleber,
wobei die zu verklebenden Teile trocken, fett- und staubfrei sowie aufgeraut sein müssen.
Der Kleber ist gemäß Herstellerangaben aufzutragen und die Verbindung dementsprechend
vorzunehmen.
Das Nähen von Leder verlangt einen Leinenzwirn, der dank
seiner Beschaffenheit an den Nahtenden nicht herausrutschen kann. Bei dickeren Ledern ist
ein Vorstechen der Löchern mit einem Pfriem oder Dreikantnadel erforderlich. Stichlänge
und Fadenstärke müssen nicht nur dem dekorativen Aspekt sondern auch der verlangten
Belastung entsprechen.
In der Regel lassen sich nicht allzu dicke Lederarten auch
mit einer Haushaltsnähmaschine nähen, aber Ausbesserungsarbeiten sollten nicht mit der
Nähmaschine vorgenommen werden. Denn die unterschiedlichen Stichlängen können das
Material zerstechen, so dass es an der Nahtstelle reißt.
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