Sind die Sägezähne aus irgendeinem Grund verschieden lang geworden, dann werden sie mit
einer Flachfeile gleich hoch gefeilt und zwar in der Längsrichtung des Blattes. Der nächste Schritt ist das Schränken mit
einer Schränkzange, das wechselseitige Ausbiegen der Zähne. Denn würden die Sägezähne
alle in einer Ebenen liegen, so würde die Säge schnell festklemmen. Beim Schränken darf
nur das obere Drittel der Zähne ausgebogen werden. Dabei darf das Ausbiegen das
anderthalbfache der Blattstärke nicht überschreiten, sonst lässt sich die Säge auch
hier nicht mehr führen. Generell lässt sich sagen, dass Sägen für grobe Schnitte
stärker geschränkt werden müssen gegenüber Sägen für feine Schnitte.
Eine stumpfe Säge wird mit einer
feinhiebigen Dreikantfeile geschärft. Diese passt genau in den Keilwinkel von stets 60°
zwischen den Sägezähnen. Wurde das Sägeblatt waagerecht eingespannt, dann wird die
Feile ebenfalls waagerecht im rechten Winkel zum Sägeblatt mit leichtem Druck zwischen
den Sägezähnen hindurch bewegt. Dadurch entstehen zwei Grade, von den denen nur der eine
in Stoßrichtung nützlich ist. Deshalb ist mit dem Feilen am Ende des Sägeblattes zu
beginnen, von dem aus das Feilen gegen die Stoß- bzw. Zugrichtung fortgesetzt werden
kann.
Zur Wartung der Säge ist das
Sägeblatt in regelmäßigen Abständen mit Terpentin abzureiben und wie jedes andere
eiserne Werkzeug vor Rost zu schützen. Sägen werden an einem trockenen Ort
hängend aufbewahrt.
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